Der Rosenvater

Friedrich Schneider II (1833-1911)

Vorsitzender des Vereins für Gartenbau und Landwirtschaft

zu Wittstock Inhaber der großen silbernen, vom Königlichen Staatsministerium verliehenen Medaille für Leistungen im Gartenbau und anderer hoher Auszeichnungen.

 

Friedrich Hermann Richard Schneider kam zu der II hinter seinem Namen, als er 1860 ein Lehramt an der Wittstocker Realschule (seit 1869 Gymnasium) übernommen hatte. Ein Jahr vor ihm war ein Lehrer namens Schneider an dieselbe Schule gekommen - Schneider I. Aus gesundheitlichen Gründen schied Schneider 1880 aus dem Schuldienst aus; seine II behielt er dennoch.

 

Schon während der Gymnasialzeit war Schneider Gartenfreund, dem sowohl der erfolgreiche Anbau von Kulturen als auch die Gestaltung von Gärten sehr am Herzen lag. 1875 wurde er für seine Leistungen im Gartenbau mit der silbernen Staatsmedaille für Gartenbau ausgezeichnet.

Schon früh erkannte Schneider II die Notwendigkeit einer theoretischen Ausbildung junger Gärtner und Landwirte. Am 12. Oktober 1885 wurde die Ackerbauschule in Wittstock eröffnet und im Jahre 1890 unweit von der Schule ein 20 Morgen großer Provinzialgarten angelegt. Auf Vorschlag wurde Friedrich Schneider II zum Direktor der neugegründeten Schule ernannt. Die Schule zog 1902 in ein neues Backsteingebäude um, das in Wittstock an der Straße nach Meyenburg errichtet worden war.

 

Im August 1878 erschien in verschiedenen deutschen Gartenzeitschriften ein Aufruf zur “Abstimmung über die schönsten Rosenvarietäten”. 172 Teilnehmer, sicherten das Gelingen der Umfrage. Das Ergebnis erschien wiederum in den Fachzeitschriften. Ermutigt von diesem Erfolg verfasste Schneider daraufhin einen neuen Fragebogen und stellte bei dieser Gelegenheit, also schon 1879, die “Gründung eines deutschen Rosistenvereins” in Aussicht. In dem 1883 von Schneider herausgegebenen Rosenjahrbuch hatte er alle Rosengärtner und Rosenliebhaber für den 28. September 1883 nach Hamburg zur Gründung des Vereins Deutscher Rosenfreunde eingeladen.

Aus glühender Begeisterung

 

„Von allen Seiten sowohl aus dem Norden, wie aus dem Süden … ist in zahlreichen Zuschriften, sowohl von Gärtnern wie auch Liebhabern, der dringende Wunsch nach einer Bildung eines

Vereins deutscher Rosisten

 laut geworden. 

 

Gern mache ich mich zum Herold solcher Manifestationen. Ich verkenne zwar keineswegs die Grösse und Bedeutung der mir gewordenen Aufgabe; noch bin ich im Zweifel über die Schwierigkeiten, einen solchen Verein zu constituieren, lebensfähig zu machen und was noch mehr sagen will, lebensfähig zu erhalten; allein einer so glühenden Begeisterung gegenüber, die aus allen Briefen so ergreifend spricht, muss jede Reserve, jedes Bedenken, jedes Zagen schwinden.“

 

Friedrich Schneider II

im Januar 1881

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VDR Freundeskreis Wittstock

Genialer Rosenkenner und

 eigentlicher Gründer des

Vereins Deutscher Rosenfreunde

Ausführlichere Biografie Schneider II

 

Rosenjahrbuch 1883 (Reprint): www.weiland.de

 

 

Rosenjahrbuch 2004:

www.rosenfreunde.de